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Themenübersicht


Ihr Beitrag bei der Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke

Je nachdem, ob Sie innerhalb oder außerhalb der Bereiche mit Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg wohnen, unterscheidet sich die Art und Weise, wie Sie uns helfen können.

In allen Bereichen mit Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg werden bis spätestens Ende Mai 2018 flächendeckend Informationsbroschüren über die Asiatische Tigermücke und die geplanten Bekämpfungsaktionen an alle Haushalte verteilt. Dadurch erkennen Sie leicht, ob auf Ihrem Grundstück die Asiatische Tigermücke auftreten kann und wie genau Sie uns unterstützen können. Denn auch außerhalb der bekannten Vorkommen sind wir auf Ihre Unterstützung in Heidelberg angewiesen.

 

   

 

 

Stechmueckenpuppen






Ihr Beitrag in Bereichen mit Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg

1. Um die Asiatische Tigermücke vollständig auszulöschen, müssen unsere Mitarbeiter ab etwa Ende April im regelmäßigen, mehrwöchigen Abstand den biologischen Wirkstoff BTI in alle vorhandenen Larvenbrutstätten per Hand ausbringen. Diese Arbeit muss sehr gründlich und zuverlässig ausgeführt werden, um den Anteil der ausfliegenden erwachsenen Weibchen möglichst gering zu halten. Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass eine selbständige BTI-Behandlung durch die Anwohner auf dem eigenen Grundstück nicht ausreicht, um die Tigermücke effektiv zu bekämpfen. Da die Asiatische Tigermücke bei der Auswahl der Larvenbrutstätten eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit zeigt und selbst kleinste wassergefüllte Gefäße oder Hohlräume zur Aufzucht ihrer Larvenbrut nutzt, benötigt es einige Erfahrung und ein geschultes Auge, um alle vorhandenen Brutstätten im häuslichen Garten zu entdecken.

Deswegen ist es unerlässlich, dass Sie den Mitarbeitern des IfD den Zugang zu den Freilandbereichen Ihres Grundstückes gewähren. Uns ist bewusst, dass wir mit dem Zugang in den privaten Gartenbereich ein Stück in Ihre Privatsphäre vordringen. Daher werden wir folgende Punkte beachten:

  • Das gesamte Bekämpfungsgebiet wird in verschiedene Bereiche unterteilt. Für jeden Bereich ist jeweils nur ein Bereichsleiter, und als Notfallvertretung der Bereichsleiter des angrenzenden Bereiches, zuständig. Es werden somit nicht ständig wechselnde, unterschiedliche Personen auf Ihrem Grundstück tätig sein.
  • Diese Bereichsleiter werden sich bei der ersten Begehung Ende April bei Ihnen vorstellen und, falls gewünscht, mit ihrem Personalausweis und einem Begleitschreiben des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis ausweisen.
  • Falls Sie die Personalien des Bereichsleiters verifizieren möchten, können sie sich unter folgenden Kontaktmöglichkeiten an das Gesundheitsamt RNK wenden:
       -> Frau Dr. Anne Kühn, Tel.: 06221 522 1827, E-Mail: anne.kuehn@rhein-neckar-kreis.de
  • Der zuständige Bereichsleiter wird am Anfang der Bekämpfungssaison mit Ihnen die für Sie akzeptablen Zugangsmöglichkeiten des Bereichsleiters zu Ihrem Grundstück besprechen.
  • 2. Vermeiden und beseitigen Sie ab Ende April 2018 alle im Freien für längere Zeit herumliegenden, nicht benötigten Behältnisse, in denen sich Regenwasser ansammeln kann. Hierzu gehören z.B. unbenutzte Töpfe oder Untersetzer, leere Eimer, Becher, Schalen, Folien, Reifen, leere Flaschen. Mit geringerer Anzahl dieser oft schwer aufzufindenden Kleinstbrutstätten verringert sich auch der Arbeitsaufwand und die Aufenthaltsdauer der Bereichsleiter auf Ihrem Grundstück.

    3. Alle nicht vermeidbaren Brutstätten bzw. Gefäße und Behältnisse Larvenbrutstaettenauf die sich nicht verzichten wollen, wie Regentonnen, Vogelbäder, Wasserpflanzenbecken etc., lassen Sie bitte stehen. Bitte decken Sie solche größeren, dauerhaft wassergefüllten Behältnisse auch nicht ab. Diese zeigen eine hohe Attraktivität für die Eiablage der noch vorhandenen Tigermückenweibchen und werden regelmäßig durch den Bereichsleiter kontrolliert. Würden diese attraktiven und für den Bereichsleiter leicht zu findenden Behältnisse abgedeckt, erfolgt die Eiablage der Weibchen in unbekannten, eventuell schwer zu findenden Brutstätten.

    4. Weisen Sie bitte den zuständigen Bereichsleiter bei der ersten Begehung auf eventuell schwer auffindbare Brutstätten, wie z.B. verdeckte Hofgullys, Aushöhlungen in alten Bäumen, die Regentonne hinter der Hütte hin.

    5. Stellen Sie bitte keine Wasserschalen, Eimer, Untersetzer oder Töpfe auf Balkonen der oberen Etagen auf, da dies sonst auch eine Bekämpfung durch den Bereichsleiter und somit Zugang für diesen nötig machen würde. Hatten Sie letztes Jahr solche Gefäße auf dem Balkon stehen, spülen Sie diese bitte mit heißem Wasser aus oder stellen Sie diese im Garten für den Bereichsleiter zur Kontrolle bereit.

    6. Falls Sie von einer Tigermücke gestochen werden, versuchen Sie bitte das Tier zu erschlagen und übergeben oder hinterlegen Sie dieses dem zuständigen Bereichsleiter bei der nächsten Kontrolle.

    7. Bitte achten Sie darauf, dass im Jahr 2018 keine wasserführenden Gefäße und Behältnisse, welche im Jahr 2017 im Freien gelagert wurden, außerhalb Ihres Grundstückes in weiter entfernte Gebiete gelangen. Auch wenn diese momentan trocken sind, können sich an der Innenwandung Eier der Asiatischen Tigermücke befinden. Der Topfuntersetzer für Verwandte, die Gießkanne für den Friedhof, die alte Regentonnen für den Schrebergarten der Freunde können hunderte von Eiern der Asiatischen Tigermücke und somit eine kleine Gründerpopulation in bisher unbesiedeltes Gebiet bringen. Falls dies nicht zu vermeiden ist, schrubben Sie bitte vorher diese Gefäße mit heißem Wasser gründlich aus.

     



    Ihr Beitrag in Bereichen ohne Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg

    Sollte Sie bis spätestens Mitte Mai 2018 keinerlei Informationsbroschüren in Ihrem Briefkasten gefunden haben, liegt Ihr Grundstück außerhalb der bekannten Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg. Trotzdem können Sie uns helfen, die Asiatische Tigermücke aus Heidelberg erfolgreich zu entfernen.

    So ist es nicht unwahrscheinlich, dass es durch menschliche Aktivität zu einer Verschleppung der Asiatischen Tigermücke aus den aktuellen Vorkommen in bisher unbesiedeltes, umliegende Gebiete kommt. Eine solche sogenannte "passive Ausbreitung" erfolgt, wenn entweder einzelne blutsuchende Weibchen in Fahrzeugen oder eine große Anzahl an Eiern innerhalb von ehemaligen Brutstätten (Blumentöpfe, Gießkannen) als blinde Passagiere mittransportiert werden.

    Daher möchten wir Sie bitten, folgende Maßnahmen in Erwägung zu ziehen:

    1. Um sich in neuen Gebieten ansiedeln und rasch stabile Populationen aufbauen zu können, benötigt die Asiatische Tigermücke eine ausreichende Anzahl an geeigneten Larvenbrutstätten. Daher sollten Sie versuchen, die Anzahl an Wasseransammlungen auf Ihrem Grundstück so gut wie möglich zu reduzieren. Dies ist jedoch nicht immer einfach umzusetzen, da die Asiatische Tigermücke bei der Auswahl der Larvenbrutstätten eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit zeigt und selbst kleinste Wasseransammlungen zur Eiablage nutzt. Wenn Sie folgende Hinweise berücksichtigen, werden sich die Asiatische Tigermücke und übrigens auch andere, einheimische Stechmückenarten auf Ihrem Grundstück nicht wohlfühlen:

  • Unvermeidbare Behältnisse wie Regentonnen, die zum Speichern von Regenwasser dienen, sollten mit einem Deckel oder Netz dicht abgeschlossen werden, um den Weibchen den Zugang zur Wasseroberfläche zu verwehren. Dabei ist zu beachten, dass selbst kleinste Lücken am Rand oder im Deckel der Asiatischen Tigermücke als Eingang genügen.
  • Vermeiden Sie es, Gebrauchsgegenstände wie Kinderspielzeug, Becher, Töpfe, alte Aschenbecher, Dosen, Flaschen, etc. für längere Zeit im Freien liegen zu lassen.
  • Behältnisse, die Sie nicht vermeiden und auch nicht abdecken können, wie z.B. Gießkannen, Topfuntersetzer, Vogeltränken etc., sollten innerhalb von zehn Tagen einmal geleert werden und zumindest kurzzeitig trockenfallen. Möglichweise vorhandene Stechmückenlarven, welche sich in dieser kurzen Zeit nicht vollständig entwickeln können, werden dadurch sicher abgetötet.
  • Für längere Zeit unbenutzte Behältnisse wie Untersetzer, Eimer, Blumenkästen sollten unter einem Dach oder mit der Öffnung nach unten gelagert werden.
  • Abdeckplanen über Brennholz oder Gartengeräten sollten straff gespannt sein und keine Vertiefungen aufweisen.
  • Verstopfte oder u-förmig herabhängende Dachrinnen an Häusern und Gartenhütten sollten gereinigt bzw. repariert werden.
  • In älteren Gartenteichen sind normalerweise ausreichend Fressfeinde von Stechmückenlarven, wie Fische oder räuberische Insektenarten, vorhanden. Nur in neu angelegten oder ökologisch nicht intakten Teichen können vorübergehend Stechmückenlarven vorkommen. Sollten Sie keine Fische im Gartenteich halten wollen, sorgen Sie für ausreichend Bewuchs mit Wasserpflanzen, um räuberische Insekten anzuziehen.
  • In regelmäßig gechlorten oder über einen funktionierenden Oberflächenabsauger (Skimmer) verfügenden Schwimmbädern können sich keine Stechmückenlarven entwickeln. Werden Schwimmbäder, Schwimmbecken und Planschbecken jedoch für längere Zeit nicht gepflegt, können in ihnen Zigtausende von Stechmücken heranwachsen.
  • 2. Die Asiatische Tigermücke ist eine auffällig gefärbte, auch am hellen Tag aggressiv stechende Stechmückenart. Falls Ihnen Tigermücken auf Ihrem Grundstück oder auch anderen Bereichen auffallen, möchten wir Sie bitten, uns dies zu melden. Weitere Informationen zum Erkennen und Melden der Asiatischen Tigermücke finden Sie hier:  --> Tigermücke melden

    3. Auch außerhalb des aktuellen Befallsgebietes der Asiatischen Tigermücke führt das IfD im Auftrag des Gesundheitsamtes RNK Stichprobenkontrollen durch. Hierdurch sollen eventuell verschleppte Tigermückenpopulationen frühzeitig erkannt und bekämpft werden. Bitte gewähren Sie den Mitarbeitern des IfD kurz Zugang zu den Freilandbereichen Ihres Grundstückes. Die Mitarbeiter des IfD werden sich bei Ihnen immer mit ihrem Personalausweis und einem Begleitschreiben des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis ausweisen. Falls Sie den Mitarbeiter verifizieren möchten, können Sie sich unter folgenden Kontaktmöglichkeiten an das Gesundheitsamt RNK wenden: Frau Dr. Anne Kühn, Tel.: 06221 522 1827, E-Mail: anne.kuehn@rhein-neckar-kreis.de