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Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg

Die Asiatische Tigermücke ist eine ursprünglich tropische Stechmückenart, welche durch Ausbildung von kälteunempfindlichen Eiern die kalten Wintermonate in Deutschland übersteht. Trotz dieser guten Überwinterungsfähigkeit befindet sich die Art in Deutschland am Rande ihrer nördlichsten Ausbreitungsmöglichkeit. So braucht die Art nach einer Einschleppung, für einen raschen Aufbau größerer und stabiler Ansiedlungen, ausreichend hohe Sommertemperaturen.

Die außergewöhnlich warmen Sommermonate der letzten Jahre, verursacht durch die voranschreitende globale Klimaerwärmung, hat zu mehreren Ansiedelungen der Tigermücke innerhalb der Oberrheinebene geführt. Um eine dauerhafte Ansiedelung der Asiatischen Tigermücke bei uns zu verhindern, ist es zwingend notwendig, diese noch lokal beschränkten Ansiedelungen rasch und vollständig auszulöschen. Hat sich die Art einmal auf ausgedehnte Bereiche innerhalb der Oberrheinebene ausgebreitet, würden selbst extrem kalte Winter- und/oder Sommermonate nicht zu einem natürlichen Auslöschen der eigentlich wärmeliebenden Art führen. Bei ausgedehnter Ansiedelung würden immer einige Teile der Tigermücken-Population innerhalb von sogenannten "Wärmeinseln" die ungünstigen Witterungsbedingungen überleben. Die überlebenden Restbestände würden in wärmeren Phasen wieder zu einer erneuten Anwachsen der Population und weiteren Ausbreitung führen.

So wurden unmittelbar nach ihrer Entdeckung die Ansiedelungen der Asiatischen Tigermücke innerhalb der Oberrheinebene durch das Institut für Dipterologie (IfD) bekämpft. In Heidelberg erfolgte die Bekämpfung der ersten Ansiedelungen der Tigermücke im Rahmen eines durch die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) finanzierten Forschungsprojektes. Neben der ersten Eindämmung und Reduktion des Vorkommens der Tigermücke wurde durch dieses Projekt die bestmögliche Bekämpfungsstrategie unter den klimatischen und infrastrukturellen Bedingungen in Deutschland erforscht und wichtige Informationen und Erfahrungen gesammelt. Durch die verschiedenen Maßnahmen wurde das größere Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in den Stadtteilen Wieblingen und Pfaffengrund soweit reduziert, dass dieses durch weitere Bekämpfungsmaßnahmen im Jahr 2018 sehr wahrscheinlich leicht ausgelöscht werden kann. Dass dies möglich ist, zeigte die Auslöschung von kleineren Vorkommen der Tigermücke im Kraichgau und in der Stadt Freiburg durch die Bekämpfungsmaßnahmen des IfD.

Die bisherigen Erfahrungen mit der Bekämpfung der Tigermücke zeigen, dass eine vollständige Auslöschung nur möglich ist, wenn die Bekämpfungsteams vor Ort durch die betroffenen Anwohner ausreichend unterstützt werden. Dies ist insbesondere innerhalb der neuentdeckten größeren Population im Stadtteil Handschuhsheim nötig, da hier noch nicht die vollständige Ausdehnung der Ansiedelung ermittelt werden konnte.

Daher möchten wir Sie bitten, uns bei unseren Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen.

 

 

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