Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) wird seit Ende des 20. Jahrhunderts mit dem stetig zunehmenden internationalen Warenhandel weltweit verschleppt. Durch ihre Fähigkeit eine große Bandbreite natürlicher und künstlicher Wasseransammlungen zur Aufzucht ihrer Larven zu nutzen, kann sich die sehr anpassungsfähige Stechmückenart in neuen Gebieten schnell ansiedeln. So wurde im Sommer 2015 in Freiburg (Breisgau) in einer Kleingartenanlage die erste größere Ansiedelung der Asiatischen Tigermücke in Deutschland gefunden. Schon Ende 2015 wurde im Stadtgebiet von Heidelberg und im Sommer 2016 im Kraichgau weitere Vorkommen der invasiven Stechmückenart entdeckt.

Weibchen der Asiatischen Tigermücke auf einem Ligusterzweig sitzend

Nicht nur aufgrund ihrer raschen Ausbreitung ist die nur 3-10 mm große Stechmückenart in den letzten Jahren verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Zum einen schränkt die Asiatische Tigermücke durch ihr auch am hellen Tage sehr aggressives und ausdauerndes Stechverhalten die Lebensqualität ganz erheblich ein. Zum anderen besitzt sie auch die Fähigkeit, verschiedene für den Menschen relevante Krankheitserreger zu übertragen. Die Wahrscheinlichkeit, sich in Deutschland durch Stiche der Asiatischen Tigermücke mit einer dieser Krankheiten anzustecken ist derzeit noch sehr gering. Allerdings ist dies leider nicht ganz auszuschließen und die Wahrscheinlichkeit steigt, je wärmer die Sommermonate und je größer die Ansiedelungen der Asiatischen Tigermücke werden.

Daher werden seit dem Jahr 2018 im Auftrag des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis die Ansiedelungen der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg und im Kraichgau mit hoher Intensität durch das Institut für Dipterologie (IfD) bekämpft. Während die kleinere Population der Asiatischen Tigermücke im Kraichgau bis Ende 2018 komplett ausgelöscht werden konnte, ist dies im Stadtgebiet Heidelberg aufgrund der ursprünglich umfangreicheren Ansiedelungen der Art noch nicht vollständig gelungen. Trotzdem konnte auch hier vor allem dank der Mithilfe und Kooperation der betroffenen Anwohner die Asiatische Tigermücke auf rund 60 Hektar bzw. 90 % der Bekämpfungsfläche erfolgreich ausgelöscht werden.

Um auch die verbliebenen Restbestände der Asiatischen Tigermücke in Heidelberg sowie zwei im Jahr 2018 neu entdeckte sehr kleine Teilpopulationen der Art in den Stadtteilen Neuenheim und Pfaffengrund vollständig auslöschen zu können, sind für das Jahr 2019 weitere Bekämpfungsmaßnahmen, jedoch mit unterschiedlicher Intensität, vorgesehen. Daher möchten wir Sie bitten, auch im Jahr 2019 die Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen und zusammen mit uns die Asiatische Tigermücke aus Heidelberg zu entfernen.

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